Performance-Reihe im vorarlberg museum

PERFECT MATCH ist ein interdisziplinäres Tanzprojekt über häusliche Gewalt – genauer: über das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Instabilität. Die Performance zeigt, wie schnell Beziehungen kippen, vertraute Räume brüchig werden und wie schwer es ist, diese wieder zu verlassen.

Die Bühne ist ein instabiler und unfairer Boxring. In diesem fragilen Setting treffen Tanz und Livemusik körperlich intensiv aufeinander. Möbel rutschen, wanken, kippen. Balance geht verloren. Nähe wird gefährlich. Eine Beziehung zerfällt.
Ein künstlerisches Team mit Tänzer:innen, Musiker:innen, Bühnen- und Lichtkünstler:innen sowie Expert:innen von ifs GewaltpräventionsprojektStoP – darunter Silvia Salzmann, Nikola Furtenbach, Sebastien Kapps, Amir Wahba, Carles Muñoz Camarero, Roland Adlassnigg, Sarah Mistura und Matthias Zuggal – macht unterschiedliche Perspektiven auf häusliche Gewalt sichtbar.

Doch PERFECT MATCH endet nicht mit der Vorstellung.

KLARTEXT IM RING
Ein Künstler:innen- und Expert:innengespräch im Anschluss öffnet den Raum für Austausch, Fragen und Reflexion. Daraus entwickelt sich eine Gesprächsreihe, die verschiedene Facetten häuslicher Gewalt beleuchtet.

PERFECT MATCH möchte Betroffene stärken, Zivilcourage fördern und daran erinnern: Sicherheit beginnt bei uns. Deshalb wird die Reihe KLARTEXT IM RING auch als Live-Übertragung verfügbar sein um sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Abschließend dokumentiert ein künstlerisches Video von Sarah Mistura die gewonnenen Erkenntnisse und trägt sie weiter.

PERFECT MATCH ist mehr als eine Aufführung. Es ist Teil einer umfassenden künstlerisch-sozialen Initiative, die in Bregenz ihren Anfang nimmt: Kunst wird zur Brücke für gesellschaftliche Reflexion und Veränderung.

Ein Projekt von Silvia Salzmann in Kooperation mit ifs Gewaltpräventionsprojekt StoP und einem starken künstlerischen Team:
Choreografie und Tanz – Silvia Salzmann & Sebastien Kapps
Perkussion – Amir Wahba
Cello/Gesang – Carles Muñoz Camarero
Bühne – Roland Adlassnigg
Licht – Matthias Zuggal
Video – Sarah Mistura

Kostüm – Marisa Tiefenthaler

Tanz als Sprache, die hinschaut, bewegt – und Veränderung möglich macht.

BREGENZ

6. – 29. März 2026: DER RING – Rauminstallation von Roland Adlassnigg

Freitag, 6. März, 19:00–20:15 Uhr: Uraufführung und Premiere PERFECT MATCH

Mittwoch, 11. März: KLARTEXT IM RING – Unsicherheit – Schwerpunkt Kinder und Gewalt

Mittwoch, 18. März: KLARTEXT IM RING – Gewalt im Alter

Mittwoch, 25. März: KLARTEXT IM RING – Zivilcourage – wie können wir als Gesellschaft etwas verändern?

Freitag, 27. März, 8:15 Uhr: Schulaufführung

Freitag, 27. März, 19:00 Uhr: 2. Aufführung PERFECT MATCH

Mittwoch, 25. November: Filmpremiere PERFECT MATCH – EIN ESSAY

Ticketpreise: 20 Euro, 16 und 10 Euro ermäßigt

Herzlichen Dank für die Unterstützung des vorarlberg museums, der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg, des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, der Stadt Bregenz, der Stadt Hohenems, double check und der Firma Collini

TEAM

Für jedes Projekt engagiere ich unterschiedliche Künstler:innen, die ich als „Fachleute“ der jeweiligen Aufgabe sehe. Mit einigen Vorarlberger Künstler:innen wie Roland Adlassnigg, Sarah Mistura und Matthias Zuggal arbeite ich schon über Jahre hinweg und bin begeistert über die Zusammenarbeit. Die Herangehensweise an die Themen ist immer neugierig und motiviert, zudem kann man sich auf die Kompetenz der vergangenen Jahre stützen, sich vertrauen und tiefgründig in Austausch gehen.

Das Thema verlangt aber auch Fachleute, die ich durch den Kontakt mit der ifs und StoP gegen Partnerschaftliche Gewalt gefunden habe. Nikola Furtenbach ist Projektmitgestalterin und hat schon bei der Entwicklung des Konzepts mitgewirkt. Daraus entstand auch die Idee der „Klartext im Ring“ Reihe und der künstlerischen Dokumentation.

Mir ist es ein großes Anliegen künstlerischen Austausch anzuregen und internationale Zusammenarbeiten zu pflegen. Dies Bereichert meine Arbeit aber auch das Land.

Sebastien Kapps lernte ich bei einem Projekt von Brigitte Walk 2021 kennen. Ich hatte das Glück einige Duo-Passagen mit ihm zu tanzen. Seine Bewegungssprache, seine Präsenz, sein Mut zu „Offbalance“ und seiner Neugierde an der Bewegung und deren Komplexität ist einzigartig. Amir Wahba und Carles Muñoz Camarero habe ich vor einigen Jahren bei einem Projekt in Kärnten der Kompanie „freitanz“ kennengelernt. Als ich die beiden beim Spielen erlebt habe, beeindruckte mich besonders die Präsenz, das Engagement und das feinfühlige Eingehen aufeinander aber auch auf die Tanzenden. Amir Wahba verwendet fast tänzerisch seinen Körper und benützt experimentell diverse Untergründe und Materialien um Klang und Rhythmus zu erzeugen. Seine kraftvolle Bewegung passt extrem gut zu unserem Bühnenkonzept.  Carles Muñoz Camarero ist ein Multiinstrumentalist, und kann dem Stück eine klangvolle „Stimme“ geben, nicht nur durch sein Cello, sondern auch durch seinen Gesang und sein Gespür für Verwendung des Moments.